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Städtisches Museum Meran
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Zur Zeit sind die Vergrößerungs- und Renovierungsarbeiten am neuen Sitz des Stadtmuseums im alten Palais Steinach im Gange, das sich auf dem gleichnamigen Platz am Ende der Lauben hinter der Pfarrkirche St. Nikolaus befindet. Bis zur Übersiedlung in den neuen Sitz ist eine kleine Auswahl von Ausstellungsstücken in den Räumlichkeiten des „Roten Adler“ untergebracht. Die kleine Ausstellung stellt nur einen kleinen Teil der reichen Bestände des Stadtmuseums dar. Sie vermittelt jedoch eine Vorstellung von der Art der Sammlungen und stellt kuriose und interessante Kunstwerke vor, die mit der Geschichte der Stadt verbunden sind.
So finden wir in der volkskundlichen Abteilung das Kostüm eines Saltners - eines alten Weinbergwächters, eine antike Passionskrippe mit mehr als 200 beweglichen Holzfiguren, zahlreiche Zeichen und Truhen, in denen die Zunftmeister Statuten und Dokumente aufbewahrten, Arbeitsgeräte und wertvolle Hornaccessoires für weibliche Frisuren.
Die mittelalterliche Kunst ist durch verschiedene Heiligenfiguren aus dem 14. und 15. Jahrhundert vertreten, darunter eine Statue des Hl. Nikolaus, des Patrons der Stadt Meran. Stellvertretend für die Barockzeit sind mehrere Malereien vorhanden mit Bildern von Künstlern wie Stefan Kessler, Michelangelo Unterberger und Martin Knoller. Unter den Werken des 19. und 20. Jahrhunderts finden sich Bilder vom berühmten Portraitisten Friedrich Wasmann und von Leo Putz. Zwei historische Bilder mit der Ansicht von Meran vermitteln uns eine Vorstellung, wie die Stadt Anfang des 19. Jahrhunderts vor ihrer Entwicklung zum Modekurort ausgesehen hat. Unter den kuriosen und seltenen Stücken verweisen wir auf das Schreibmaschinenmodell von Peter Mitterhofer und die Totenmaske Napoleons I., ein Geschenk eines Gastes.
In der vorgeschichtlichen Abteilung im dritten Stock kann man zur Zeit zwei Menhire bewundern, die 1942 in Algund gefunden wurden, ein Hirschhorn mit einer Weiheinschrift in rätischer Schrift vom Tartscher Bühel bei Mals, Fundstücke eines Bronzelagers von Talatsch bei Schlanders und andere interessante Fundstücke.
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